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 Leserbrief

Etwa Mitte des Jahres wurde ich beim Lesen eines schon lange erwarteten Beihilfebescheides davon überrascht, dass die Selbstbeteiligungsquote bei Medikamenten drastisch erhöht worden war. Man hätte bei rechtzeitiger Kenntnis mit Hilfe des Arztes etwas gegensteuern können, aber mein Berufsverband hatte mich darüber nicht unterrichtet – über meinen Pensionärsschreibtisch läuft nicht mehr das hiesige Verordnungsblatt. Wie ich zwischenzeitlich erfuhr, informierte z.B. der Berufsverband der technischen Beamten in Niedersachsen seine Mitglieder rechtzeitig und bemüht sich zudem, dort gegenzuwirken. Hier scheint das nicht zu interessieren. Auch die ungeheuren Verzögerungen bei der Bearbeitung von Beihilfeanträgen sind offenbar bei uns nicht sonderlich wahrgenommen worden – die MHR haben sich zumindest damit nicht beschäftigt. Vielleicht mögen derartige profane wirtschaftliche Dinge gegenüber den Ansichten kommender oder scheidender Präsidenten wenig interessant erscheinen. Ihre Wahrnehmung und die Reaktion darauf sollte gleichwohl mit zu den Aufgaben unseres Berufsverbandes gehören und vielleicht auch in seinem örtlichen Informationsorgan entsprechenden Niederschlag finden. Denn je mehr wir geduldig hinnehmen, desto mehr wird uns aufgelastet werden. Das hat mich jedenfalls die Vergangenheit gelehrt.

Mit freundlichem Gruß
Joachim Rüffer