(Dieser Artikel ist veröffentlicht in MHR 4/11, 20) < home RiV >

                    

 

Medaille für Wolfgang Franke

 

Die vom Senat gestiftete Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes wurde 1926 in Bronze gestiftet, um Personen auszuzeichnen, die sich uneigennützig und unentgeltlich mindestens 25 Jahre ehrenamtlich betätigt haben.

1953 wurde sie in Silber gestiftet, um Personen zu ehren, die sich durch besondere hervorragende Leistungen zum Besten des Gemeinwohls ausgezeichnet haben.

Die MHR berichteten über frühere Verleihungen dieser Medaille in Silber an Richter, und zwar an Clara Klabunde (3/1994, 6) und an Roland Makowka (4/2006, 4).

Nun war Wolfgang Franke dran; ihm wurde die Medaille in Bronze für sein Engagement in der Straffälligenhilfe verliehen. Über den Hamburger Fürsorgeverein, dem er vorsitzt, haben die MHR schon vielfach berichtet, zuletzt Eva Löhr in MHR 3/2010, 31.

Zu dieser Medaillenverleihung gab die Justizbehörde am 31.10.2011 eine Presseerklärung heraus, die – anders als ihre übrigen Presseerklärungen – nicht auf ihrer Internetseite erschien. Auch die Presse scheint darüber nirgends berichtet zu haben. Und im Internet scheint die einzige Seite, die außer dem Richterverein jene Nachricht verbreitete, das Online-Magazin www.hamburg-hansestadt.de zu sein. Die Presseerklärung sei hier nachstehend abgedruckt.

(Red.)

 

Richter Wolfgang Franke mit „Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes“ ausgezeichnet

Für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement in der freien Straffälligenhilfe wird der Vorsitzende Richter am Landgericht Wolfgang Franke am heutigen Montag mit der „Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes in Bronze“ ausgezeichnet.

„Herr Franke ist ein herausragendes Beispiel für ehrenamtliches Engagement. Sein uneigennütziger Einsatz für andere ist vorbildhaft und verdient große Anerkennung. Ich freue mich, ihm die Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes überreichen zu können und gratuliere ihm herzlich“ erklärte Justizsenatorin Jana Schiedek. 

Seit fast 30 Jahren engagiert sich Herr Franke neben seiner Berufstätigkeit als Vorsitzender Richter im „Hamburger Fürsorgeverein von 1948 e.V.“. Dabei handelt es sich um eine der ältesten Organisationen, die in Hamburg ehrenamtliche Straffälligenhilfe betreibt. Der Verein unterstützt seit  über 60 Jahren straffällig gewordene Menschen und ihre Angehörige. Er kümmert sich um Inhaftierte und Haftentlassene und betreibt u.a. mit der Gemeinnützigen Wohnheimgesellschaft mbH eine Reihe hauptamtlich professioneller Hilfsangebote. Gewürdigt wird mit der Medaille nicht zuletzt sein Einsatz als Vorsitzender des Hamburger Fürsorgevereins. Seit 1994 leitet er in dieser Funktion mit erheblichen Zeit- und Arbeitsaufwand die Geschicke des Vereins.

Die Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes in Bronze wurde vom Hamburger Senat 1926 gestiftet, um Personen auszuzeichnen, die sich uneigennützig und unentgeltlich mindestens 25 Jahre ehrenamtlich betätigt haben. 

(Justizbehörde)